
Employer Branding im Kampf gegen Fachkräftemangel
Stärken Sie Ihre Attraktivität als Arbeitgeber
Veröffentlicht am 18. Juli 2023, Autor: Sandro Stoll
Firmen und der öffentliche Sektor suchen händeringend Fachkräfte. Dies zeigen die vielen Medienberichte und Stellenausschreibungen in den Stellenportalen. Oft kann bei Kündigungen oder längerer Abwesenheit der Stelleinhaberin oder des Stelleninhabers der Betrieb nur durch eine Überbrückung mit kostenintensiven Vertretungen sichergestellt werden. Welche wirksamen Massnahmen können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber einleiten, um diesem Trend entgegenzuwirken?
In den nächsten Jahrzehnten wird das Erwerbspersonenpotenzial in Europa um etwa einen Drittel schrumpfen. Der Kampf um qualifizierte Arbeitskräfte ist in vollem Gange. Die Mitarbeitenden sind zentral und eine wertvolle Ressource zur Erzielung des Erfolgs. Sodann ist die Gewinnung von neuen Fachkräften eine der wichtigsten, aufwendigsten und schwierigsten Aufgaben, welche die Unternehmung oder die Organisation zu bewältigen hat. Die richtige Person zu finden, die in die Struktur bzw. Organisation hineinpasst, darin aufblüht, sie loyal mitträgt und weiterentwickelt und im besten Fall eine Leidenschaft dafür entwickelt, ist sehr anspruchsvoll1.
Die Sicherstellung genügender Personalressourcen wird daher zu einem kritischen Erfolgsfaktor für Organisationen und Unternehmen. Denn die Kombination aus einer alternden Belegschaft, sinkenden Schulabsolventenzahlen und einem unattraktiven Arbeitgeberimage birgt die Gefahr eines Mangels an qualifizierten Mitarbeitenden2. Gerade auch der öffentliche Sektor, einer der grössten «Player» am Arbeitsmarkt, wird in der Öffentlichkeit als wenig attraktive Arbeitgeberin wahrgenommen, was schliesslich auch die Suche nach qualifizierten Fachkräfte erschwert.
Aber warum ist dies so?
Heute ist die Arbeitgeberin nicht nur noch Arbeitsplatzanbieterin, sondern sie ist sogenannte Nachfragerin von Kompetenz, Einsatzbereitschaft und Arbeitsleistung von Arbeitnehmenden1. Eine starke Arbeitgebermarke kann heute als klarer Wettbewerbsvorteil verstanden werden, gerade zu Zeiten, wo Fachkräfte aus einer Vielzahl von Stellenangeboten auswählen können. Die bisherigen Angebote der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben ausgedient und es müssen neue Wege gefunden werden, denn heutzutage bedarf es einfach mehr. Sie als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber müssen auf sich aufmerksam machen und von sich überzeugen.
Die obigen Erkenntnisse verdeutlichen die Situation, dass ohne entsprechende Massnahmen, weitere Personalausfälle zu erwarten sind, welche monetäre Auswirkungen haben.
Was können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber tun?
Wir sind überzeugt, dass es notwendig ist, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mehr ins Employer Branding investieren müssen, um mittelfristig erfolgreich zu sein. Sich nach aussen öffnen und aktiv präsentieren und dabei bestenfalls bei den Bewerberinnen und Bewerber Neugierde zu wecken, damit sie sich beim potenziellen neuen Arbeitgeber überhaupt bewerben. Durch verstärktes Employer Branding nehmen Sie am Markt präsenter teil, um den Bedarf an Humankapital zur Erreichung der Unternehmensziele rechtzeitig zu decken. Beim Employer Branding fokussiert wird nicht primär der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin, sondern der Aufbau einer Arbeitgebermarke.
Gutes Employer Branding ist aufwendig, braucht Zeit sowie eine langfristige Strategie und klare Positionierung, um erfolgreich zu sein.
vgl. Meyer-Ferreira, P. (2015) 1 | vgl. Robert Bosch Stiftung, (2009) 2
Weitere Informationen?
Wenn Sie weitere Tipps erhalten möchten oder Ihnen Ressourcen für die vorgesehene Employer-Branding-Strategie fehlen, stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite.