
Digitale Kommunikation im öffentlichen Sektor
Diversifizieren Sie Ihre Kommunikationskanäle für eine hohe Mitwirkung der Bevölkerung
Veröffentlicht am 1. Juni 2023, Autor: Sandro Stoll
An Gemeindeversammlungen in Schweizer Gemeinden ist die durchschnittliche Beteiligungsrate der Bevölkerung tief. Obschon das Legislativ-Organ der Gemeindeversammlung eine hohe Partizipationsorientierung aufweist, zeigt eine Untersuchung, dass es insbesondere nicht gelingt, die Bevölkerungsgruppe der 20- bis 39-Jährigen zur Mitwirkung und Beteiligung zu mobilisieren. Welche Mittel können diesem Umstand entgegen wirken?
Eine quantitativ hohe Mitwirkung der Bevölkerung ist aus verschiedenen Gründen notwendig, alleine schon um die Glaubwürdigkeit in Politik und Verwaltung zu stärken. Bisherige Anstrengungen wie zum Beispiel im Rahmen von E-Government haben zwar zur Effizienzsteigerung staatlicher Leistungserbringungen geführt, aber nicht die quantitative Partizipation der Bevölkerung erhöht. Der öffentliche Sektor wird daher in naher Zukunft gezwungen sein, zu reagieren, einerseits aufgrund der Generationsunterschiede und andererseits durch den weiteren Rückgang der Mitwirkung der Bevölkerung am Gemeindegeschehen.
Im Hinblick auf die Beteiligung der Bevölkerung an gemeindepolitischen Themen zeigt sich, dass eine zielgruppenspezifische wirksame Kommunikation einerseits und die Weckung der Interessen anderseits die durchschnittliche Beteiligungsrate positiv begünstigen können. Weitere Untersuchungen zeigen, dass die von den Gemeinden eingesetzten Kommunikationskanäle grösstenteils nicht mit den Medienpräferenzen der Bevölkerungsgruppe der 20- bis 39-Jährigen übereinstimmen. Die Gemeinden bevorzugen die ihnen bekannten Informationstechnologien in Bezug auf die Kommunikation mit ihren Anspruchsgruppen. Es handelt sich dabei oft um klassische Kommunikationskanäle wie beispielsweise gedruckte Gemeindemitteilungsblätter oder die Internetseite als Publikationsorgan. Neue Informationskanäle wie zum Beispiel YouTube oder Facebook werden zurückhaltend eingesetzt und die Weiterentwicklung im Bereich der Online-Kommunikation findet daher nur sehr zögerlich statt. Insgesamt ist eine natürliche Grundskepsis gegenüber diesen «neuen» Kommunikationskanälen erkennbar, aber auch fehlendes Know-how und mangelnde monetäre und personelle Ressourcen in den Gemeinden sind als Hemmnisse für die Weiterentwicklung zu erwähnen.
Aufgrund der aktuell divergierenden Kommunikationskanäle zwischen den Gemeinden und den Generationen Y und Z besteht grosses Potenzial, um eine Erhöhung ihrer Mitwirkung zu erzielen.
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